Autor: sockenbergen

[38Bücher] Die mehr-Lesen-Challenge

[38Bücher] Die mehr-Lesen-Challenge

Nennung von Büchern, Autoren und Webseiten/Blogs/Instagramaccounts der Tippgeber. Alles selbstgekauft oder geschenkt bekommen, Verlinkungen aus Freundschaft, ohne einen Vorteil. Als Kind habe ich gelesen wie ein Weltmeister. Die Bücher konnten gar nicht dick genug sein und waren doch innerhalb weniger Tage oder auch Stunden durchgelesen. […]

Der Garten im Juni oder vom Wachsen, Gedeihen, Gießen und Ernten

Der Garten im Juni oder vom Wachsen, Gedeihen, Gießen und Ernten

Vor fast einem Monat habe ich von unserem etwas holprigen Start ins Gartenjahr 2020 erzählt. Ein Monat ist für einen Garten im Frühling eine riesige Zeitspanne, in der unheimlich viel passiert. Gerade jetzt im Mai und Juni kann man den Pflanzen, egal ob Blume, Obst- […]

#30am30 30 gute Momente im Mai

#30am30 30 gute Momente im Mai

Der Mai 2020 kam anders daher als ich ihn noch Anfang des Jahres mir erträumte hatte. Es gab viele Sonnentage, leider viel zu wenig Regentage und weiterhin Homeschooling, Homeoffice und kaum Kontakt mit anderen Menschen. Doch damit wir uns später nicht nur an Negatives erinnern können, möchte ich auch an diesem Dreißigsten wieder 30 schöne Momente aus dem vergangenen Monat aufschreiben. Legen wir mal los:

Eins Zeit zu Zweit direkt am Ersten des Monats. Gemeinsam mit dem besten Mann einen Spaziergang durch die Wester unternommen. Dabei klitschnass geworden, ein kleines Waldstück erkundet und tolle Gespräche geführt.

Zwei Endlich wieder Rhabarber. Mein absolutes Must have im Frühling. Ich liebe Rhabarber und es gab ihn im Mai in den verschiedensten Varianten schon: als Risotto, als Gemüsebeilage, als Kuchen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der alljährliche Rhabarbersirup.

Drei Zwei Kinder glücklich gemacht und gemeinsam beziehungsweise unterstützend die Zimmer umgestellt und neu gestaltet. Anstrengend, aber auf jeden Fall schön.

Vier Ganz spontan entdeckt, dass eine liebe Freundin Anfang Mai Geburtstag hat – ich hatte das irgendwie so gar nicht auf dem Schirm. In mich gegangen, überlegt mit was ich ihr eine Freude bereiten kann und dann ganz spontan fix die Nähmaschine herausgeholt und eine Tasche genäht. Upcycling aus alten gesammelten Jeans.

Fünf Schnäppchen bei Ebay Kleinanzeigen gemacht und sechs neue (alte) Gartenstühle ergattern können.

Sechs Endlich wieder Schule! Irgendwann war es soweit und die Jüngste durfte wieder zur Schule. Zuerst zwei Tage hintereinander und ab dann immer Montags. Kurz darauf dann auch die ersten Stunden in der Schule für die Große und auch ihre letzten Klausuren. Am Ende des Monats dann auch Schule für den Mittleren, ebenfalls ein Tag pro Woche. Nichts im Vergleich zu vorher, aber wir sind ja bescheiden geworden.

Sieben Besuch. Wir haben Besuch. So ganz real. Krass. Schon komisch wie man sich innerhalb weniger Wochen an Dinge gewöhnen kann.

Acht Die ersten beiden Radieschen können geerntet werden. Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich über das erste Gemüse und die ersten Früchte bei uns aus dem eigenen Garten. Radieschen und Rhabarber sind eigentlich immer die ersten, der Salat ist aber auch schon fast erntereif. Es wird ein Fest.

Neun Mit dem Mann und dem Sohn Azul gespielt. Man spielt doch viel zu selten Gesellschaftsspiele. Also das wird definitiv jetzt wieder intensiviert.

Zehn Die Kinder schenken mir Blumen. Einfach so. Nicht zum Muttertag oder zum Geburtstag, nein einfach so. Weil du die Beste bist und es gerade jetzt manchmal echt schwer mit uns hast. Mein Herz geht auf!

Elf Das Kräuter-Käse-Baguette ist geil. Wirklich. Selbstgebacken und selbst verspeist. Eine perfekte Beilage zum Grillabend, den wir im ganz oft veranstaltet haben – natürlich meistens unter uns.

Zwölf Geburtstag. Endlich 38 Jahre alt. Passend dazu darf man sich wieder mit zwei Haushalten in NRW treffen. Unsere Bezugsfamilie kommt vorbei und wir feiern einen tollen Geburtstag mit viel Lachen, Grillen, guten Gesprächen rund ums Lagerfeuer mit genügend Abstand versteht sich.

Dreizehn Die Pflanzenbabys sind soweit und dürfen endlich nach draußen ins Hochbeet und ins Gemüsebeet umziehen. Natürlich habe ich wieder mehr vorgezogen als wir benötigen und so kann ich der Nachbarin noch eine Kürbis- und eine Zucchinipflanze schenken.

Vierzehn Die neue Lieblingsecke ist fertig. Ein Sichtschutz, die Pflastersteine neu verlegt und die Sitzfläche damit vergrößert. Die neuen Stühle machen sich dort hervorragend. Jetzt fehlt nur noch etwas Deko.

Fünfzehn Kurze Pausen im Alltag, immer wieder wichtig und sich machen mich glücklich. Im Mai konnte ich tatsächlich häufig mal eine Pause einlegen und mich in den Garten setzen, Füße hoch und Seele baumeln lassen. Pures Glück.

Sechzehn Die Akelei blüht. Der Blumen- und Staudengarten erwacht langsam.

Siebzehn Endlich wieder Wochenessenspläne. Nach dem zu Anfang der Coronazeit wir uns echt schwer getan haben, gibt es jetzt wieder Wochenessenspläne und sie erleichtern den Alltag einfach sehr. Warum habe ich das schleifen lassen? Egal, jetzt genießen wir dieses kleine Glück und die tägliche Erleichterung bei der Frage „Was essen wir heute?“

Achtzehn Wir starten unsere Reihe „Kunstprojekte“. Ich hatte völlig vergessen wie entspannend es ist kreativ zu werden. Ab sofort gibt es wöchentlich (mindestens) einen Tag, an dem wir ein kleines Kunstprojekt umsetzen.

Neunzehn Kaffeedate mit dem Mann in unserer neuen Lieblingsecke im Garten.

Zwanzig Ein Abend im Garten unserer Bezugsfamilie. Wie toll sich die fünf Kinder verstehen. Corona hat echt auch tolle Momente und Vorteile für uns. Und wieder sitzen wir ums Lagerfeuer.

Einundzwanzig Jetzt blüht auch die Pfingstrose, die ein Ableger aus dem Garten meiner Oma ist. Es zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.

Zweiundzwanzig Ich sitze am Rechner und lese bereits den zweiten Studienbrief. Ein echtes Glücksgefühl wieder zu studieren. Ich sollte das öfter tun.

Dreiundzwanzig Wir haben ein Zeitungsinterview per Telefon gegeben zur Situation an der Freilichtbühne und was wir denn jetzt diesen Sommer machen.

Vierundzwanzig Endlich wieder Bühnenluft schnuppern. Es dürfen wieder Einzelproben stattfinden mit Abstand draußen auf der Bühne und Mundschutz. 15 Minuten.

Fünfundzwanzig Nähen macht glücklich und neben diversen Nasen-Mund-Bedeckungen ist ein neues Tshirt für mich entstanden. Streifen gehen immer, oder?

Sechsundzwanzig Ich habe es getan und nach fast zwanzig Jahren zum ersten Mal wieder einen Arbeitsvertrag unterschrieben, der mir einen sozialversicherungspflichtigen, wenn auch befristeten Arbeitsplatz gibt. Ich bin gespannt, denn selbst das war schon Aufregung pur.

Siebenundzwanzig Endlich wieder Unterricht. Ich durfte meinen ersten Smartphonekurs nach dem Lockdown geben. Natürlich war es anders, eine neue Herausforderung auf Abstand zu unterrichten, wo doch gerade der direkte Kontakt und die direkte Hilfe meine Stärke im Kurs sind. Doch es hat gut geklappt und alle haben sich an die neuen Regeln gehalten.

Achtundzwanzig Auf einem Spaziergang rund um die Freilichtbühne (es zieht uns einfach immer wieder dorthin), habe ich einen Maikäfer entdeckt. Große Liebe.

Neunundzwanzig Frooters hat wieder geöffnet. Ich liebe die Smoothies und das Eis einfach und man kann es ganz wunderbar im eigenen Garten genießen. (Werbung unbeauftragt)

Dreißig Endlich meine Idee rundum meinen Geburtstag angefangen umzusetzen. Viele liebe Menschen wurden angeschrieben und nach einer Buchempfehlung gefragt. Mehr dazu gibt es dann ganz bald hier aufm Blog. Sorry für den fiesen Teaser.

Auch im Mai gab es wieder viele tolle kleine und große Momente, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben, echte Glücksgefühle ausgelöst haben oder unseren Alltag ein wenig aufpeppen und leichter gestalten. Es sind die kleinen Momente, die oft das größte Glück bedeuten.
Viele weitere Glücksmomente anderer Blogger*innen findet ihr wieder bei Alu von großekoepfe in der Linkliste.

Der Frühlingsgarten oder von Erfolgen und Misserfolgen

Der Frühlingsgarten oder von Erfolgen und Misserfolgen

Noch bevor der Frühling so richtig da ist, juckt es mir bereits in den Fingern: Ich will in den Garten. Doch da ist im Februar ja kaum etwas zu machen, deshalb setze ich mich jedes Jahr zu Anfang des Gartenjahres an den Wohnzimmertisch und hole […]

#30am30 30 gute Momente im April

#30am30 30 gute Momente im April

Diese Zeit erfordert von uns viel Kraft und Nerven. Wir alle müssen uns anstrengen, haben Sorgen und Ängste, mehr Aufgaben oder weniger, zu viel oder zu wenig Zeit. Mit diesem Artikel möchte ich mich ganz bewusst an die schönen Momente im April erinnern. Bewusst machen, […]

Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten

Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten

Früher saß ich bei Oma im Garten und habe Himbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren in rot und schwarz genascht. Von klein auf wurden wir mitgenommen, wenn es hieß: Johannisbeerernte bei Oma. Zusammen mit den Tanten, Cousins und Cousinen haben wir (oder eher die Erwachsenen) dann die roten säuerlichen Beeren geerntet. Die ein oder andere wanderte dabei in unseren Mund. Die andere Oma hatte einen richtigen Bauerngarten, in dem es Pfirsiche, Äpfel, Bohnen, Kohl und vieles mehr gab – ein Paradies für Gartenliebhaber. Mein Vater kultivierte jedes Jahr seine heißgeliebten Tomaten auf der Terrasse in ausgedienten Farbeimern an. Kindheitserinnerungen, die mich geprägt haben.

Ein eigener Garten mit vielen Blumen, eigenem Obst und Gemüse war immer ein Traum von mir. Bereits auf unserem Balkon der Dachgeschosswohnung habe ich Erdbeeren und diverse Kräuter kultiviert. Mit dem Bau des Eigenheims kam der eigene kleine Garten hinzu. Klein und fein, kein großer Schrebergarten, dafür Tür aufmachen und ich stehe in meinem kleinen grünen Paradies.

Erdbeerblüte

Bereits im ersten Jahr hat der Mann mit den übriggebliebene Pflastersteinen uns einen Kräutergarten gebaut. Zum Einzug gab es einen Kirschbaum und einen Birnenbaum von unseren Geschwistern geschenkt. Kartoffeln haben wir im Sack angebaut und die Erdbeeren bekamen genauso einen Platz wie die Kinder eine Sandkastenecke. Nach nun fast neun Jahren hat sich viel verändert im Garten. Die Kinder wurden größer, der Sandkasten wich einem kleinen Teich, die Turnstange einem Trampolin und immer mehr Rasen wich Gemüse- und Obstbeeten.

neues Blumenbeet mit Apfelbaum

Unser Garten unterliegt einem ständigen Wandel und ich mag es sehr. Im letzten Jahr haben wir unser Blumenbeet vergrößert und einen kleinen Apfelbaum hineingesetzt. Die Kinder möchten ihre eigenen Beete nicht mehr und der ehemalige Barfußweg verlor zunehmend seine Anziehungskraft. Zeit für etwas Neues. Noch immer gibt es Erdbeeren und Tomaten, aber auch Zucchini, Kartoffeln, Bohnen, Rosenkohl, Salat, Äpfel, Kirschen, Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren sowie viele Kräuter. Die Stachelbeere will irgendwie nicht mehr recht. Da muss ich im nächsten Jahr mal schauen. Und auch der Birnbaum bereitet mir Sorgen, weil er sich im letzten Jahr eine Krankheit eingefangen hat. Wir werden dieses Jahr ihn beobachten und dann entscheiden, ob er bleiben darf oder wir ihn schweren Herzens fällen müssen.

Rosenkohl im Hochbeet

Unser Garten ist wirklich nicht groß und doch ist es möglich sein eigenes Obst und Gemüse darin anzubauen. Es reicht nicht, um uns damit komplett selbst zu versorgen, aber das ist (momentan) ok. Einfach herrlich die jungen Erbsen oder auch die Himbeeren direkt vom Strauch zu naschen.

Fortan möchte ich hier mein Gartentagebuch führen und euch an unserem Gartenabenteuer teilhaben lassen.

Drei Wochen Norderney oder meine Erfahrungen einer Mutter-Kur

Drei Wochen Norderney oder meine Erfahrungen einer Mutter-Kur

Vor einem Jahr kam ich mit gemischten Gefühlen aus der Mutter-Kur zurück. Auf der Fähre von Norderney zurück nach Norddeich saß ich und wusste nicht so genau, ob ich aussteigen sollte oder einfach zurückkaufen die Insel wollte. Hinter mir lagen drei Wochen allein nur für […]

Wunschzettel 2019

Wunschzettel 2019

Die Zeit rast mal wieder nur so dahin. Ich schaue am Morgen auf den Kalender und denke nur „Ups, schon November!“. Da trudelt auch schon die erste WhatsApp Nachricht mit der Fragen „Was wünschen sich deine Kinder zu Weihnachten?“ ein. Pause. Keine Ahnung. Wir haben […]

Lesswaste in den Familienurlaub

Lesswaste in den Familienurlaub

Nachhaltig und möglichst plastikfrei leben, das ist schon im Alltag schwer, aber geht das auch im Urlaub oder vergeht einem dann das Urlaubsfeeling und von Erholung ist nichts zu spüren?


Diesen Sommer ging es für uns in den Familienurlaub. Sieben Tage nur wir fünf auf der Insel Fehmarn. Bei der Urlaubsplanung kam uns der Gedanke, dass wir möglichst nachhaltig den Urlaub gestalten möchten und so wenig wie möglich Müll am Ende des Urlaubs im Mülleimer der Ferienwohnung sein sollte. Ähm Urlaub und dann auch noch lesswaste ohne sich auszukennen, was auf der doch recht kleinen Insel Fehmarn eigentlich möglich ist? Ja, es hat uns gereizt. Doch zuallererst mussten wir alle Familienmitglieder von der Idee überzeugen. Ein Urlaub ist für alle da!
Die Kinder waren einverstanden und haben bei der Recherche im Vorfeld geholfen, ihre Wünsche aufgeschrieben und uns auch im Urlaub so manches Male an unser Vorhaben erinnert.


Die Planung

Unsere Unterkunft war ein Ferienreihenhaus in Niendorf, einem kleinen Ort in direkter Nachbarschaft zum Inselmittelpunkt Burg. Nachhaltigkeit bedeutet auch, die Anreisemöglichkeiten zu überprüfen. Auto oder Bahn? Letztendlich haben wir uns für das vollbesetzte Auto entschieden, das neben unserem Gepäck auch noch zwei Fahrräder transportierte. Die Bahn war schlichtweg zu umständlich, zu teuer und deutlich zeitaufwändiger für uns fünf. Über das Internet haben wir drei weitere Fahrräder im Vorfeld bereits für die Woche gebucht, damit wir möglichst das Auto am Ferienhaus stehen lassen konnten.
Ich habe die Tourismusinformation angeschrieben, ob sie mir einige Adressen nennen könnten, bei denen wir verpackungsfrei einkaufen könnten. Leider war die Antwort ziemlich dünn, bis auf den Biomarkt in Burg und dem Markttag am Mittwoch in Burg, konnten sie uns keine Möglichkeiten nennen. Wir hatten im Netz einen Unverpacktladen in Lübeck ausgemacht und uns überlegt am Anreisetag einen Zwischenstopp dort einzulegen, um uns mit einigen unverpackten Lebensmitteln für die ersten Tage einzudecken.


Packliste

Plastikfrei einkaufen ist das eine, aber auch unser Gepäck sollte unseren Kriterien entsprechen. Für die Zahnbürsten habe ich neue Hüllen genäht und ein neuer Kulturbeutel mit Fächern für die Haarseife und die feste Seife fürs Duschen und Händewaschen ist auch entstanden. Unsere „neue“ Picknickdecke besteht aus lauter Quadraten aus Stoffresten, die sich in den letzten Jahren angesammelt haben. Ein kunterbuntes Muster ist entstanden, bei dem jeder etwas zu erzählen hat (mein erstes Kleidchen, daraus haben wir doch dies und daraus das…).
Dann haben wir eine Packliste geschrieben, welche Dinge wir wirklich brauchen, damit wir zum einen alles ins Auto bekommen und zum anderen ist zu viel Gepäck auch nicht nachhaltig, denn es ist schwer und dadurch benötigen wir mehr Kraftstoff beim Autofahren.


Die Anreise

Wir haben Laugenstangen und -brezeln am Morgen aufgebacken und in einem Jutebeutel mitgenommen. Getränke wurden in unsere Soulbottles gefüllt, die dann auch im Urlaub für die Mitnahme von Getränken sorgen konnten. Der Mann hat einen Kaffee in seinem Coffeetogobecher bekommen, den konnte er auf dem Rastplatz dann auch neu auffüllen lassen. Das hat prima geklappt.
Leider sind wir nicht so früh losgekommen wie wir uns vorgenommen hatten und einem Familienmitglied ist bereits am Anfang der Reise ziemlich übel geworden, so dass wir einen ungeplanten Zwischenstopp einlegen mussten. Deshalb haben wir den Zwischenstopp in Lübeck ausfallen lassen und sind direkt zum Ferienhaus durchgefahren. Einen Zwischenstopp gab es noch, denn alle hatten nach der langen Fahrt trotz Verpflegung langsam Hunger. Auf der Suche nach einer Einkaufsmöglichkeit sind wir beim Rewe in Burg gelandet.


Einkaufen auf Fehmarn

Der Rewe war ein Glücksgriff direkt zu Anfang des Urlaubs. Hier haben wir tatsächlich viele Dinge unverpackt oder in Mehrwegflaschen oder -glas bekommen. Die Milch und der Joghurt kommt tatsächlich aus unserer Heimat – von der Biomolkerei Söbbeke aus dem Münsterland und bis auf den Aufschnitt und Käse sowie einige Süßigkeiten, haben wir ohne große Einschränkungen plastikfrei eingekauft, wenn auch nicht unverpackt. Vor dem Rewe stand ein Tomatenstand mit regionalen Tomaten, die es in Pappschalen gab. Wir haben direkt zugeschlagen. Einziger Fail am ersten Tag, war der in Plastik verpackte Kuchen, den wir uns zur Kaffeezeit mitgenommen hatten.
Den Markt am Mittwoch konnten wir nicht besuchen, dafür haben wir einen Marktstand in Burgstaaken am Donnerstag entdeckt, an dem wir uns mit frischem Obst und Gemüse versorgt haben: Einfach in die mitgenommenen Fahrradtaschen gelegt und die Vitamine kommen ohne Verpackung ins Ferienhaus.
Was uns beim Einkaufen geholfen hat: Planung. Denn wir hatten uns am Anreisetag zusammen überlegt, was wir in den nächsten Tagen essen wollten und dann nur die benötigten Lebensmitteln eingekauft. Das hat super geklappt.


Fortbewegung im Urlaub

Wir hatten im Vorfeld bereits drei Fahrräder vorbestellt und zwei haben wir mitgenommen. Das hat unsere Kosten minimiert und die Vorbestellung ist nur zu empfehlen, denn als wir am Anreisetag beim Fahrradverleih ankamen, sagte uns die Dame, dass sie restlos ausverkauft war und wir Glück hatten vorbestellt zu haben. Yeah.
Das Auto haben wir für die An- und Abreise genutzt und für die Einkaufsfahrten zum Supermarkt, die für meinen Geschmack aber zu häufig waren, doch aus diversen Gründen haben wir mehr Zeit im Ferienhaus verbracht als wir geplant hatten. Morgens zum Bäcker sind wir mit dem Rad gefahren, genauso zum Strand in Klausdorf, einige Tagesausflüge an der Küste entlang und zum Bahnhof. Den Tagesausflug nach Lübeck haben wir mit der Bahn und dem Schleswig-Holstein-Ticket begangen. Das war super. Mit dem Rad zum Bahnhof nach Burg. In den Zug einsteigen bis Lübeck, aussteigen, die Stadt genießen und abends wieder mit der Bahn zurück. Alles hat reibungslos funktioniert.
Dazu sollte man aber erwähnen, dass wir nur 2 km entfernt von Burg in Niendorf gewohnt haben und nur den Ostteil der Insel erkundeten. In den Süd- und Westteil wollten wir gerne, haben es aber aus diversen Gründen nicht geschafft mit dem Rad zu fahren und mit dem Auto wollten wir nicht.


Unser Fazit

Wir haben einen entspannten Urlaub verlebt, trotz oder gerade wegen der Challenge. Wir haben uns viel an der frischen Luft bewegt, sind viel Fahrrad gefahren oder am Strand entlang gelaufen. Die Bahnfahrt war für alle eine entspannte Art zu reisen und die Parkplatzsuche entfiel. Wir haben uns von viel Gemüse und Fisch ernährt, für uns nicht selbstverständlich, aber am Meer eine Pflicht – also zumindest der Fisch. Die ungewohnte Umgebung und die klar begrenzte Zeit möglichst plastikfrei einzukaufen bis auf wenige Ausnahmen, haben uns als Familie dabei sicher geholfen. Schön für mich ist es, dass wir einiges mit in den Alltag mitnehmen konnten. Anderes hingegen ist zur alten Gewohnheit zurückgekehrt.


Wichtig ist es, dass ihr entspannt bei der Umsetzung bleibt. Wir haben die ein oder andere Ausnahme gelten lassen. Es war schließlich unser erster siebentägiger Familienurlaub seit langem und schlechte Laune gab es teils schon genug, da muss nicht auch noch das Einkaufen stressen.

[#4] Fünf Fragen am Fünften – Septemberedition

[#4] Fünf Fragen am Fünften – Septemberedition

Ein neuer Monat hat begonnen. Der Herbst kommt mit großen Schritten, auch wenn es an einigen Tagen noch sommerlich warm ist. Morgens und Abends merkt man den Herbst dann schon, denn ohne Jacke ist es merklich frisch. Ein neuer Monat bedeutet auch fünf neue Fragen […]