Wie läuft es beim Homedingsdabumsda?

Was soll ich sagen: Wir haben uns eingegroovt. Meistens läuft es ganz gut. Der Sohn überrascht uns noch immer. Die Jüngste ist immer noch Team Letzter Drücker. Die Große hatte am Ende der letzten Wochen einen absoluten Durchhänger.

Unser strukturierender Wochenplan gibt uns noch immer einen guten Überblick und lässt uns alle weniger Termine vergessen oder verpassen. Besonders für den Sohn ist er goldwert, auch wenn dieser jetzt doch mal drei Aufgaben nicht pünktlich abgeben konnte. Die beste Anschaffung des letzten Jahres waren eindeutig die beiden iPads für die Jüngsten. Wir wissen, dass das absolut privilegiert ist, haben wir doch viele Jahre Familienleben hinter uns mit sehr wenig Geld und seltenen Anschaffungen. Noch vor 4 Jahren wäre es undenkbar gewesen. Dennoch fehlt uns eigentlich noch ein Desktop-PC, um besonders fürs Homeoffice gut gerüstet zu sein und die zum Teil 4 oder 5 gleichzeitigen Video-/Telefonkonferenzen auch stemmen zu können. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Es gab Halbjahreszeugnisse. Die Schule hatte es gut organisiert und die Große konnte mit einer Vollmacht alle drei Zeugnisse mitnehmen so wie die bereits korrigierten Klausuren. Wir geben nicht viel Wert auf die Noten und sind zufrieden, wenn die Kinder ihr Bestes gegeben haben. Das haben sie! Es gab sogar echte Überraschungen, positive. Denn wär hätte noch letztes Jahr gedacht, dass die Große mal im Fach Mathematik in die Fußstapfen der Mutter tritt?

Das Homeoffice macht immer noch Spaß. Die entfallenden Wegstrecken von insgesamt 80 Minuten sind ein echter Zeitgewinn und so können wir flexibel reagieren, wenn es doch mal Fragen bei den Kindern gibt. Am Mittwoch war ich dann auch mal wieder im Büro. Einmal Herauskommen. Andere erwachsene Menschen sehen. Tut auch gut. Das anschließende Gespräch mit meiner neuen Chefin leider nicht. Da gibt es jetzt noch gewaltigen Klärungsbedarf. Homeoffice ist dann leider nicht mehr ab März 2021 – doch ob ich darauf hoffen will, dass die Schulen wieder öffnen, weiß ich gar nicht. Ich bin da unentschlossen. Da gilt es jetzt Lösungen zu finden. Wieder eine Sorge/ein Problem mehr.

Aufreger in den letzten Wochen: Pädagogischer Arbeitstag. Im Normalfall heißt das, dass die Kinder frei haben. Aber nicht in Pandemiezeiten. Da gönnt man den Kindern keinen Tag zum Durchatmen, sondern lässt auch noch Probearbeiten schreiben. Ich könnte schreien. Und bin so gespannter darauf, wie es in dieser Woche laufen wird mit den zwei vorverlegten beweglichen Feiertagen. Wird der Schulstoff angepasst an die 3-Tage-Woche? Im Kalender steht schon mal für den Sohn eine Videokonferenz am Donnerstag. Also kein frei. Es bleibt spannend.