November im Lockdown light

Da sind die rapid steigenden Infektionszahlen wieder und mit ihnen kommt der Lockdown light im November 2020. Ich sitze hier und erkläre den Kindern, warum sie zwar nicht zum Sport, zum Theater und mit Freunden spielen dürfen, aber dennoch zur Schule gehen müssen – mit Mund-Nasen-Bedeckung, ständigen Lüften, Kälte und Abstand. Es ist schwer ihnen diese zu erklären und zum Beispiel das Unverständnis und die Enttäuschung über die abgesagte Premiere des Theaterstücks, für welches unter strengen Hygieneschutzmaßnahmen seit Wochen geprobt wurde, ist natürlich groß. Ich kann sie ja verstehen. Ich bin auch enttäuscht. Gerne wäre ich aktuell ein paar Tage weggefahren, um mein Gedankenchaos mal wieder zu ordnen und den Kopf frei zu bekommen. Alleine. Nur ich, eine kleine Ferienwohnung, Zeit zum Spazierengehen, Zeit zum Lesen, Zeit für mich. Stattdessen bleibe ich selbstverständlich zu Hause und versuche die Nachmittage mit den Kinder so angenehm wie möglich zu gestalten. Bei der lieben Clara von tastesheriff.com habe ich eine Liste für den November entdeckt und kurzerhand beschlossen eine für mich anzulegen. Die Tage werden sicher schnell vergehen und der Urlaub zuhause sollte nicht im Alltagschaos untergehen. Entspannung bringt Alltagschaos nur selten.

Es ist eine helllila Asternblüte zu sehen.

Spazierengehen – Täglich eine Runde um den Block oder um den See wären wunderbar. Ich versuche dabei direkt mal den Mann und die Kinder zu motivieren.

Laterne basteln und ins Fenster hängen – denn gerne machen wir bei der Aktion „Laternenfenster“ von Jennifer Brenzinger mit. Seid ihr auch dabei?

Nähen – Das steht schon lange auf der To-Do-Liste für den Urlaub. Ein oder zwei Pullover für mich und eine neue Arbeitstasche auf jeden Fall. Neue Mund-Nasen-Bedeckungen sind sogar schon zu geschnitten. Alles andere ist ein toller Zusatz.

Wochenessenspläne erstellen – Es wird mal wieder Zeit sich gesünder und abwechslungsreicher zu ernähren und vielleicht auch nicht noch mehr Corona-Kilos anzuhäufen *hüstel*.

Hauschaos beseitigen – Endlich mal Zeit, um das Chaos im Haus anzugehen. Denn tatsächlich sind noch einige Baustellen und chaotische Ecken hier zu finden, die wir im ersten Lockdown noch nicht angegangen sind. Jetzt ist wieder ausreichend Zeit vorhanden. Und ja, dass macht mir Spaß. Also zumindest wenn es denn dann fertig ist.

Yogachallenge – Vielleicht doch nochmal täglich oder wenigstens drei Mal die Woche etwas für den Rücken, den Körper und die Seele tun.

Tanzstunde – Wöchentliche Tanzstunde bei der Tochter nehmen statt ihrem wöchentlichen Tanzkurs kann sie uns dann das Tanzen bei bringen. Das wird bestimmt spaßig ab sofort mittwochs in sockenbergen.

Lesen – Es warten noch so einige Titel der Mehr-Lesen-Challenge auf mich und einige sind auch noch gar nicht verbloggt. Aber so ist das manchmal. Als Nächstes liegen hier drei Bücher von Ferdinand von Schierach. Keine leichte Kost, aber ich bin unheimlich neugierig darauf.

Fotobücher erstellen – Ok, die warten auch schon länger. Gut, dass Fotos auf der Festplatte nicht verstauben. Doch es werden in den letzten Jahren immer weniger von der Familie und den Kindern. Ist das normal?

Mission Weihnachten und Advent – Jetzt ist die passende Zeit, um endlich sich in Ruhe um den oder die Adventskalender zu kümmern und sich in Ruhe zu überlegen wer was zu Weihnachten bekommen soll. Damit die Adventszeit und Weihnachten nicht wieder so plötzlich wieder vor der Tür stehen. Noch kann ich mir gar nicht vorstellen im großen Familienverbund zu feiern.

DIY-Projekte mit dem Sohn – Exklusivzeit mit dem Sohn ist hier rar. Im Sommer hat er entdeckt, dass ihm DIY-Projekte Freude bereiten. Was liegt da näher wieder gemeinsame Projekte herauszusuchen und umzusetzen. Als erstes soll ein Schuhregal für den Flur entstehen.

Nachhaltig im Alltag – Es wird wieder Zeit das Thema Nachhaltigkeit intensiver und mit mehr Fokus anzugehen. Die letzten Monate ist es durch viele verschiedene Gründe aus den Augen verloren gegangen. Doch jetzt ist genau die passende Zeit den Fokus zu schärfen und nach nachhaltigen Alternativen im Haushalt und beim Einkaufen zu schauen. Wir haben so gar schon einige neue Bezugsadressen wie Hofläden zusammengetragen und wollen unseren Plastikmüll wieder deutlich reduzieren.

Man sieht an einem sonnigen Herbsttag ein Mädchen auf den See schauen.

So viel fürs erste, denn zu viele Projekte auf einmal sind eher kontraproduktiv und setzten mich schnell unter Erfolgsdruck. Doch es soll kein durchgehetzter November werden, sondern ein November voller schöner Projekte und Erlebnisse. 30 Tage ohne fixe Freizeittermine sind mit Arbeit und Schule ja immer noch gut gefüllt, wenn ich die sieben Tage Urlaub jetzt nicht mitberücksichtige. Arzttermine bleiben ja bestehen und Hausaufgaben gibt es auch noch. Also Langeweile und Novemberblues sollten hoffentlich nicht auftreten. Lasst uns gemeinsam auf Abstand den November 2020 rocken.