[38Bücher] Die mehr-Lesen-Challenge

Nennung von Büchern, Autoren und Webseiten/Blogs/Instagramaccounts der Tippgeber. Alles selbstgekauft oder geschenkt bekommen, Verlinkungen aus Freundschaft, ohne einen Vorteil.

Als Kind habe ich gelesen wie ein Weltmeister. Die Bücher konnten gar nicht dick genug sein und waren doch innerhalb weniger Tage oder auch Stunden durchgelesen. Kein Buchregal war vor mir sicher und ich war Dauergast in unserer kleinen Bücherei. Dabei habe ich nur sehr wenige Bücher doppelt gelesen, weil ich trotz der Geschwindigkeit direkt nach 3 Seite wusste wie es die Geschichte sich entwickelt und ausgeht. Es langweilte mich dann schlicht.

Heute ist es leider so, dass ich nur noch wenig lese. Drei oder vier Bücher im Jahr, wenn ich Fachliteratur und Studienbriefe herauszähle. Dabei liebe ich es zu lesen und neue Geschichten zu entdecken und vor allem versetzt es meinen Kopf mal in den Ruhezustand. Zur Ruhe kommen, dass ist etwas, nach dem ich mich schon seit längerem und jetzt besonders sehne. Deshalb möchte ich mehr lesen und möchte euch gerne auf meine Lesereise bis Mai 2021 mitnehmen.

Die Challenge

Warum bis Mai 2021? Ich bin jetzt im Mai 38 Jahre alt geworden und setze mir selbst bis zum nächsten Geburtstag 2021 das Ziel für jedes bisherige Lebensjahr ein Buch zu lesen. Es gibt einige Bücher, die ich schon seit längerer Zeit lesen möchte, doch das sind keine 38. Für mehr Input und Anregungen habe ich verschiedene Menschen aus meinem Umfeld (Reallife, Bloggerszene und Instagrambekanntschaften) nach einem Buchvorschlag für mich befragt. Ganz bewusst habe ich verschiedene Menschen mit verschiedenen Hintergründen angefragt, um ein buntes Potpourri auf meine Leseliste schreiben zu können. Meine Vorgabe lautete: Einen Buchvorschlag aus den Genres Sachbuch, Kinderbuch, Liebesroman, Krimi oder Zeitgeschichte. Als zusätzliche Challenge werde ich euch mitnehmen auf meine Lesereise und hier und auf Instagram von meinem Fortgang berichten. So haben wir vielleicht alle etwas davon. Aus diesem Grund wird die untenstehende Liste mit der Zeit angepasst.

Mein Leseliste

  • Eine Ehe in 10 Sitzungen von Nick Hornby, Vorschlag von Leila
  • Wir können alles sein von Johanna Kramer, Vorschlag von Tamara
  • Schirach-Reihe: Verbrechen; Schuld; Strafe, Vorschlag von Stephie
  • Das Schneemädchen von , Vorschlag von Sandra
  • No more bullshit von , Vorschlag von Sandra
  • Der Junge im Pyjama von, Vorschlag von Sandra
  • Alles Licht, das wir nicht sehen von , Vorschlag von Britta
  • eleanor & park von , Vorschlag von Britta
  • Atlas of Happiness von, Vorschlag von Britta
  • Altes Land von Dörte Hansen, Vorschlag von Bianca
  • All die Jahre von Cathy LaGrow, Vorschlag von Steffi
  • Kriegskinder und Kriegsenkel von Susanne Bode, Vorschlag von Steffi
  • Kaffee mit Käuzchen von Franzika Jebens, Vorschlag von Ramona
  • Die hellen Tage von Zusa Bank, Vorschlag von Alu und Frauke
  • Middlesex von Jeffrey Eugenides, Vorschlag von Nike
  • Der Glücksstandard von Ha Vinh Tho, Vorschlag von Diana
  • Meditation von Matthieu Ricard, Vorschlag von Diana
  • Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen von , Vorschlag von Rachel
  • 40 Geheimnisse der Liebe von Elif Shafak, Vorschlag von Yvonne
  • Das Leben liebt dich von Louise Hayes, Vorschlag von Yvonne
  • Dienstags bei Morrie von Mitch Albom, Vorschlag von Lisa und Vanessa
  • Projekt Happiness von Gretchen Rubin, Vorschlag von Lisa
  • Enigma und Oskar und die alte Dame in Rosa von, Vorschlag von Vanessa
  • Die Liebe im Ernstfall von Daniela Krien, Vorschlag von Vanessa
  • Der Gesang der Flusskrebse von , Vorschlag von Alu und Vanessa
  • Hallo Leuchtturm von Sophie Blackall, Vorschlag von Gesa
  • Die Einsamkeit der Seevögel von , Vorschlag von Gesa
  • Der Salzpfad von Vorschlag von Gesa
  • Das Café am Rande der Welt von , Vorschlag von Johanna
  • 6-Minuten-Buch von Vorschlag von Martin

Der Start: Hallo Leuchtturm!

Ich starte mit gleich drei Büchern. Das eine ist das 6-Minutenbuch, welches mir mein Mann direkt zu Beginn der Challenge geschenkt hat. Es wird mich nun jeden Tag mit kleinen Aufgaben begleiten. Für mich eine Herausforderung, aber darauf lasse ich mich gerne ein.
Das zweite Buch ist ein Vorschlag von Gesa von Leezenland: Hallo Leuchtturm von Sophie Blackall. Gesa schlug es mir vor mit den Worten: „Meine Kinderbuchempfehlung derzeit wäre: Hallo Leuchtturm! Aber: Eure Kinder sind dafür schon zu groß.“ Echt? Man kann doch für ein schönes Kinder(bilder)buch nie zu alt sein! Schon alleine deshalb wollte ich es unbedingt mir ansehen und es landete postwendend in meinem Einkaufskorb. Gesa hat nicht zu viel versprochen, es ist eine ganz zauberhafte Geschichte über einen Leuchtturm und seine Bewohner und über Veränderungen und Gleichbleibendes. Sophia Blackall hat nicht nur tolle Worte gefunden, sondern das Buch auch sehr anschaulich illustriert. Die letzte Seite bietet dann noch einmal eine Überraschung mit dem Text über Leuchttürme im Allgemeinen. Eigentlich hatten wir es für unsere Neffen vorgesehen, doch jetzt bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob ich es wirklich abgeben mag.
Danke Gesa für deinen Tipp.

Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!

Das dritte Buch „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!“ ist von Patricia Cammarata, besser bekannt als dasnuf. Es stand schon länger auf meiner Wunschliste und erst vor einigen Tagen habe ich es einer Freundin empfohlen. Warum? Sie bat mich um Tipps, Tricks und meine Erfahrungen und Empfehlungen zum Umgang mit dem ersten eigenen Smartphone ihres Kindes und ihre Rolle als Elternteil. Selbstgelesen hatte ich es bisher nicht und deshalb kam es direkt mal mit in den Einkaufskorb, denn empfehle nur das, was du selber kennst.
Worum es geht? Es geht um Tiefenentspannung im Umgang mit Kindern und dem Mediendschungel – genau eines meiner Fachgebiete des Studiums und der Freiberuflichkeit. Bei vielen Passagen nicke ich heftig und vieles kommt mir sehr bekannt vor. Wer sich schwertut mit dem Umgang im Mediendschungel, dem empfehle ich es von Herzen. Nichts ist wichtiger als mit Humor, Tiefenentspannung und viel Neugierde zusammen mit seinen Kindern den Mediendschungel in all seinen Facetten zu erkunden. Und mit strengen Reglementierungen kriegt man mich ja meist eh nicht, denn die führen oft dazu, dass man dann die starren Grenzen zu gerne austestet und mal schauen will, ob die Eltern überhaupt etwas merken. Oft sind unsere Kinder uns ja doch technisch einen Schritt voraus, auch wenn viele das nicht immer wahrhaben möchtet. Wir setzen hier mehr auf Vertrauen und gemeinsames Erkunden und immer mal wieder über Chancen und Risiken sprechen, als strengste Verbote und Überwachung, was unsere Kids da im Netz machen. Zeigt Interesse und habt Vertrauen.
Alle anderen dürfen es natürlich auch gerne lesen, etwas Fachliteratur mit einem Augenzwinkern kann einfach nicht schaden.