#30am30 30 gute Momente im Mai

Der Mai 2020 kam anders daher als ich ihn noch Anfang des Jahres mir erträumte hatte. Es gab viele Sonnentage, leider viel zu wenig Regentage und weiterhin Homeschooling, Homeoffice und kaum Kontakt mit anderen Menschen. Doch damit wir uns später nicht nur an Negatives erinnern können, möchte ich auch an diesem Dreißigsten wieder 30 schöne Momente aus dem vergangenen Monat aufschreiben. Legen wir mal los:

Eins Zeit zu Zweit direkt am Ersten des Monats. Gemeinsam mit dem besten Mann einen Spaziergang durch die Wester unternommen. Dabei klitschnass geworden, ein kleines Waldstück erkundet und tolle Gespräche geführt.

Zwei Endlich wieder Rhabarber. Mein absolutes Must have im Frühling. Ich liebe Rhabarber und es gab ihn im Mai in den verschiedensten Varianten schon: als Risotto, als Gemüsebeilage, als Kuchen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der alljährliche Rhabarbersirup.

Drei Zwei Kinder glücklich gemacht und gemeinsam beziehungsweise unterstützend die Zimmer umgestellt und neu gestaltet. Anstrengend, aber auf jeden Fall schön.

Vier Ganz spontan entdeckt, dass eine liebe Freundin Anfang Mai Geburtstag hat – ich hatte das irgendwie so gar nicht auf dem Schirm. In mich gegangen, überlegt mit was ich ihr eine Freude bereiten kann und dann ganz spontan fix die Nähmaschine herausgeholt und eine Tasche genäht. Upcycling aus alten gesammelten Jeans.

Fünf Schnäppchen bei Ebay Kleinanzeigen gemacht und sechs neue (alte) Gartenstühle ergattern können.

Sechs Endlich wieder Schule! Irgendwann war es soweit und die Jüngste durfte wieder zur Schule. Zuerst zwei Tage hintereinander und ab dann immer Montags. Kurz darauf dann auch die ersten Stunden in der Schule für die Große und auch ihre letzten Klausuren. Am Ende des Monats dann auch Schule für den Mittleren, ebenfalls ein Tag pro Woche. Nichts im Vergleich zu vorher, aber wir sind ja bescheiden geworden.

Sieben Besuch. Wir haben Besuch. So ganz real. Krass. Schon komisch wie man sich innerhalb weniger Wochen an Dinge gewöhnen kann.

Acht Die ersten beiden Radieschen können geerntet werden. Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich über das erste Gemüse und die ersten Früchte bei uns aus dem eigenen Garten. Radieschen und Rhabarber sind eigentlich immer die ersten, der Salat ist aber auch schon fast erntereif. Es wird ein Fest.

Neun Mit dem Mann und dem Sohn Azul gespielt. Man spielt doch viel zu selten Gesellschaftsspiele. Also das wird definitiv jetzt wieder intensiviert.

Zehn Die Kinder schenken mir Blumen. Einfach so. Nicht zum Muttertag oder zum Geburtstag, nein einfach so. Weil du die Beste bist und es gerade jetzt manchmal echt schwer mit uns hast. Mein Herz geht auf!

Elf Das Kräuter-Käse-Baguette ist geil. Wirklich. Selbstgebacken und selbst verspeist. Eine perfekte Beilage zum Grillabend, den wir im ganz oft veranstaltet haben – natürlich meistens unter uns.

Zwölf Geburtstag. Endlich 38 Jahre alt. Passend dazu darf man sich wieder mit zwei Haushalten in NRW treffen. Unsere Bezugsfamilie kommt vorbei und wir feiern einen tollen Geburtstag mit viel Lachen, Grillen, guten Gesprächen rund ums Lagerfeuer mit genügend Abstand versteht sich.

Dreizehn Die Pflanzenbabys sind soweit und dürfen endlich nach draußen ins Hochbeet und ins Gemüsebeet umziehen. Natürlich habe ich wieder mehr vorgezogen als wir benötigen und so kann ich der Nachbarin noch eine Kürbis- und eine Zucchinipflanze schenken.

Vierzehn Die neue Lieblingsecke ist fertig. Ein Sichtschutz, die Pflastersteine neu verlegt und die Sitzfläche damit vergrößert. Die neuen Stühle machen sich dort hervorragend. Jetzt fehlt nur noch etwas Deko.

Fünfzehn Kurze Pausen im Alltag, immer wieder wichtig und sich machen mich glücklich. Im Mai konnte ich tatsächlich häufig mal eine Pause einlegen und mich in den Garten setzen, Füße hoch und Seele baumeln lassen. Pures Glück.

Sechzehn Die Akelei blüht. Der Blumen- und Staudengarten erwacht langsam.

Siebzehn Endlich wieder Wochenessenspläne. Nach dem zu Anfang der Coronazeit wir uns echt schwer getan haben, gibt es jetzt wieder Wochenessenspläne und sie erleichtern den Alltag einfach sehr. Warum habe ich das schleifen lassen? Egal, jetzt genießen wir dieses kleine Glück und die tägliche Erleichterung bei der Frage „Was essen wir heute?“

Achtzehn Wir starten unsere Reihe „Kunstprojekte“. Ich hatte völlig vergessen wie entspannend es ist kreativ zu werden. Ab sofort gibt es wöchentlich (mindestens) einen Tag, an dem wir ein kleines Kunstprojekt umsetzen.

Neunzehn Kaffeedate mit dem Mann in unserer neuen Lieblingsecke im Garten.

Zwanzig Ein Abend im Garten unserer Bezugsfamilie. Wie toll sich die fünf Kinder verstehen. Corona hat echt auch tolle Momente und Vorteile für uns. Und wieder sitzen wir ums Lagerfeuer.

Einundzwanzig Jetzt blüht auch die Pfingstrose, die ein Ableger aus dem Garten meiner Oma ist. Es zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.

Zweiundzwanzig Ich sitze am Rechner und lese bereits den zweiten Studienbrief. Ein echtes Glücksgefühl wieder zu studieren. Ich sollte das öfter tun.

Dreiundzwanzig Wir haben ein Zeitungsinterview per Telefon gegeben zur Situation an der Freilichtbühne und was wir denn jetzt diesen Sommer machen.

Vierundzwanzig Endlich wieder Bühnenluft schnuppern. Es dürfen wieder Einzelproben stattfinden mit Abstand draußen auf der Bühne und Mundschutz. 15 Minuten.

Fünfundzwanzig Nähen macht glücklich und neben diversen Nasen-Mund-Bedeckungen ist ein neues Tshirt für mich entstanden. Streifen gehen immer, oder?

Sechsundzwanzig Ich habe es getan und nach fast zwanzig Jahren zum ersten Mal wieder einen Arbeitsvertrag unterschrieben, der mir einen sozialversicherungspflichtigen, wenn auch befristeten Arbeitsplatz gibt. Ich bin gespannt, denn selbst das war schon Aufregung pur.

Siebenundzwanzig Endlich wieder Unterricht. Ich durfte meinen ersten Smartphonekurs nach dem Lockdown geben. Natürlich war es anders, eine neue Herausforderung auf Abstand zu unterrichten, wo doch gerade der direkte Kontakt und die direkte Hilfe meine Stärke im Kurs sind. Doch es hat gut geklappt und alle haben sich an die neuen Regeln gehalten.

Achtundzwanzig Auf einem Spaziergang rund um die Freilichtbühne (es zieht uns einfach immer wieder dorthin), habe ich einen Maikäfer entdeckt. Große Liebe.

Neunundzwanzig Frooters hat wieder geöffnet. Ich liebe die Smoothies und das Eis einfach und man kann es ganz wunderbar im eigenen Garten genießen. (Werbung unbeauftragt)

Dreißig Endlich meine Idee rundum meinen Geburtstag angefangen umzusetzen. Viele liebe Menschen wurden angeschrieben und nach einer Buchempfehlung gefragt. Mehr dazu gibt es dann ganz bald hier aufm Blog. Sorry für den fiesen Teaser.

Auch im Mai gab es wieder viele tolle kleine und große Momente, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben, echte Glücksgefühle ausgelöst haben oder unseren Alltag ein wenig aufpeppen und leichter gestalten. Es sind die kleinen Momente, die oft das größte Glück bedeuten.
Viele weitere Glücksmomente anderer Blogger*innen findet ihr wieder bei Alu von großekoepfe in der Linkliste.