#30am30 30 gute Momente im April

Diese Zeit erfordert von uns viel Kraft und Nerven. Wir alle müssen uns anstrengen, haben Sorgen und Ängste, mehr Aufgaben oder weniger, zu viel oder zu wenig Zeit. Mit diesem Artikel möchte ich mich ganz bewusst an die schönen Momente im April erinnern. Bewusst machen, dass trotz der Anstrengungen es auch den ein oder anderen Lacher, tolle Begegnung oder eine tollen Artikel im April gab.

Eins: Ich schreibe gerade meinen ersten Blogartikel im April mit der Hoffnung es nun wieder öfter zu tun.

Zwei: Kuchenglück Anfang April als der Mann einfach Kuchen vom örtlichen Bäcker mitbrachte und so den Alltag erhellte und das Chaos vergessen lies.

Drei: Verrückte WhatsApp Videotelefonate mit den Jardena und Andre, Wein und Bier und witzigen Gesprächen.

Vier: Einen guten Artikel zu #coronaeltern von Mareice Kaiser auf edition f gelesen und gleich unseren Alltag auf Instagram verschriftlicht.

Fünf: Den 16. Geburtstag der Großen mit einem Sektfrühstück begonnen und ihr einen tollen Tag bereitet.

Sechs: Spontane eine Bewerbung geschrieben.

Sieben: Mit dem Sohn den Bauernjasmin verpflanzt. Das war harte und viel Arbeit und ein Wagnis, ob sich der Busch überhaupt von einem Ort zum anderen verpflanzen lässt. Besonders gefreut hat mich daran, dass der Sohn mit Enthusiasmus und Engagement den ganzen Tag fleißig mitgeholfen hat und seine eigene Technik entwickelte wie er den Spaten am besten in den Boden bekam.

Acht: Gelesen. Ich habe tatsächlich mal wieder ein Buch gelesen. Wir haben uns direkt zu Anfang des Kontaktverbotes einen E-Book-Reader gegönnt und seitdem lese ich tatsächlich auch mal wieder etwas anders als wissenschaftliche Literatur. Bisher haben wir uns da in unserer örtlichen Bücherei ausgetobt und das ein oder andere Buch ganz ohne Kontakt ausgeliehen.

Neun: Den Gartentisch renoviert und nun endlich eine ebene Fläche haben. Und wieder hat der Sohn geholfen und der Mann war auch fleißig. Mit Geduld und Ruhe hat er dem Sohn die Technik erklärt und ihn machen lassen. Nicht unbedingt selbstverständlich hier.

Zehn: An meinen Papa gedacht. Schön und traurig zu gleich. Es ist schon unglaubliche vier Jahre her, dass er gehen musste.

Elf: Einen Spaziergang mit dem Mann getroffen und ein Pläuschchen auf Abstand mit der Nachbarin und einer Bekannten gehalten.

Zwölf: Die Aquarellfarben der Tochter herausgekramt und gemeinsam mit ihr gemalt. Einige Postkarten sind dabei entstanden, die sich so langsam auf die Reise machen, um jemanden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Dreizehn: Mit dem Sohn und der Jüngsten gemeinsam Mittagessen gekocht.

Vierzehn: Einen Jumpsuit für die Tochter genäht.

Fünfzehn: Ein Vorstellungsgespräch gehabt. Schon skuril nach Wochen mal wieder heraus zukommen und auch mal wieder Auto zu fahren. Da stellte man sich schon die Frage: Kann ich das eigentlich noch? Immerhin verlief es unfallfrei.

Sechszehn: Zimtschnecken nach dem Rezept von tastesheriff gebacken. Sehr lecker lieber Clara! Sie waren alle direkt verputzt.

Siebzehn: Endlich ein neuer Sichtschutz zu den Nachbarn. Sieht echt klasse aus, auch wenn es wirklich viel Arbeit war.

Achtzehn: Eine neue Freundschaft ist entstanden – mit dem Nachbarsjungen (2). Wir stehen nun regelmäßig am Gartenzaun und ich werde mit Blütensuppe bekocht und wir schauen nach dem Fortschritt der Kirschen am Kirschbaum.

Neunzehn: Unterm blühenden Kirschbaum sitzen und den Bienen und Hummeln bei ihrer Arbeit zu sehen und zu hören.

Zwanzig: #supportyourlocalheroes Eis von der besten Eisdiele im Ort.

Einundzwanzig: Den Kleiderschrank der Jüngsten aussortiert und auf dem Dachboden geschaut. Dabei sind zwei große Pakete voller Kleider, Pullover, T-Shirts und Hosen zusammengekommen, die sich auf die Reise zur Tochter meiner Cousine gemacht haben. Zwei Kinder glücklich, zwei Mütter glücklich und alles findet noch weitere Verwendung. So mag ich das.

Zweiundzwanzig: Scrabbleabend auf der Terrasse mit dem Mann. Gemeinsame Zeit zu zweit ist sehr selten geworden und damit umso wertvoller.

Dreiundzwanzig: Miniosterfeuer auf der Terrasse mit den Geschwistern via Videotelefonie, was ein unvergesslich schöner Abend.

Vierundzwanzig: Der Mann hat Hefe bekommen und am Karfreitag gab es Struwen nach dem Rezept von Münstermama. Ohne wäre es auch wirklich sehr sehr komisch gewesen.

Fünfundzwanzig: Der Nachbarin zwei Gartenbücher zum Thema Hochbeet ausgeliehen.

Sechsundzwanzig: Die Schwiegermutter hat – mit Abstand natürlich – uns einen kurzen Gartenbesuch abgestattet und die neugestaltete Lieblingsecke gelobt. Dabei haben wir gleich ihren neuen Mitbewohner, Hund Emma, kennengelernt.

Siebenundzwanzig: Die Pflanzenkinder durften ins vorbereitete Hochbeet umziehen und wir haben es sogar gewagt und die Kürbis- und Zucchinipflanze auch ausgepflanzt. Der Wetterbericht sagt, dass es keine Nachtfröste mehr geben werden soll.

Achtundzwanzig: Den ersten Rhabarber gegessen. Ein Highlight. Jedes Jahr.

Neunundzwanzig: Ein Bienenhotel gebaut und es hängt sogar schon. Alles aus Materialien, die wir bereits hatten: Latten aus den Resten des neuen Gartentisches, Schrauben sind eh immer vorhanden und als Füllmaterial haben wir Brombeerzweige genommen. Mal sehen, ob es angenommen wird. Ich bin da ja immer skeptisch. Aber schön etwas mit den eigenen Händen zu bauen, und wenn es später nur Deko ist.

Dreißig: Neue berufliche Perspektiven tun sich (vielleicht) auf. Jetzt brauche ich nur Zeit und Mut sie umzusetzen.

Im ersten Moment dachte ich noch dreißig schöne Momente, ob mir überhaupt so viele rückblickend einfallen? Doch dann ging es recht schnell und es hebt total die Stimmung zu merken, dass neben dem ganzen Stress mit Homeschooling und Homeoffice und Kontakt- und Besuchsverbot eben doch viele schöne Momente den April bestimmt haben. Ich danke Alu von Grosseköpfe sehr für diese Idee und schleiche mich gleich mal in die Linkliste zu ihr ein, in der ihr weitere schöne Momente und vielleicht auch Anregungen für den nächsten Monat bekommt. Wo ist eigentlich die Zeit geblieben, dass doch tatsächlich schon mein Geburtstagsmonat vor der Tür steht?