[#2] Fünf Fragen am Fünften Februaredition

Huch, jetzt ist doch schon der erste Monat im Jahr 2019 vorbei. Anstrengend war der Januar für mich, deshalb kommen mir die fünf Fragen von Luzia gerade recht. Sie rücken das Schöne und Gute und Tolle ins Licht und sind wieder wahnsinnig persönlich. Aber lest selbst und schaut auch bei allen anderen Beiträgen vorbei, es sind tolle dabei.

1. Was ist deine Superpower?
Geduld und anderen Menschen Dinge erklären können. Zwei Dinge, von denen ich immer behauptet hätte, dass ich sie niemals haben würde. Ich hätte mich immer als sehr ungeduldiger Mensch beschrieben, doch merke ich immer häufiger, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Unsere Kinder haben mir Geduld zu haben gelehrt, denn wenn ich nicht geduldig bin und ihnen erkläre warum wieso weshalb gerade etwas so ist wie es ist, dann gibt es hier immer wieder Chaos, Ärger und Wut.

Diese mittlerweile sehr ausgeprägte Geduld kommt mir in meinem VHS-Job als Dozentin, die Senioren das Smartphone erklärt sehr zu gute.
Das Erklären können habe ich mir wohl von meiner Mama abgeschaut, die uns auch stets alles erklärt hat. Die Kinder haben das auch schon entdeckt und so werde ich meist zur Rate gezogen, wenn es darum geht vor allem schulische Dinge zu erklären. Gut finde ich das nicht immer, denn ich hätte halt auch gerne mal eine Pause, aber immer noch besser als wenn sie nicht fragen würden. Vielleicht sollte ich mehr daraus machen und mich beruflich daran orientieren.


2. Was kannst du nicht wegwerfen?
Ob es nicht klüger wäre, wenn die Frage lauten würde: Was kannst du wegwerfen? Vermutlich wäre das einfacher.
Im Januar hat gefühlt halb Instagram und Twitter Dank einer neuen Serie von Marie Kondo aufgeräumt und weggeschmissen. Die Welle habe ich schon vor einigen Jahren mitbekommen, als das Buch herauskam.
Ich habe mich beides Male nicht beteiligt.

Jägerin und Sammlerin, das bin ich. In den letzten Jahren ist zwar vieles herausgeflogen, aber das ist noch viel Krams in Schubladen und Kisten und Räumen. Ich werfe nicht gerne weg, man die Dinge noch gebrauchen kann. Nachhaltigkeit ist da das Stichwort, welches uns seit geraumer Zeit begleitet. Es gibt so einige Dinge, die ich nicht weggeben mag wie die Kommode von meinem Vater, die den Kindern als Wickeltisch diente. Das grüne Schränkchen im Flur, welches von meiner Oma stammt und immer mit umzieht. Oder auch die erste Kleidung meiner Kinder und so manches Gebastelte von ihnen. Wir behalten aber nicht jede Zeichnung und jedes gebastelte Auto, Osterhase oder Weihnachtsengel. Wegwerfen fällt mir schwer, das ist ein Fakt, aber es wird besser und es sieht nicht mehr wie ein Messiehaushalt hier aus 😉

3. Worauf freust du dich jeden Tag?
Auf die Tasse Kaffee mit meinem Mann am späten Nachmittag, wenn er von der Arbeit heimkommt und wir uns so oft wie es möglich ist einige Minuten gönnen, um vom Tag zu erzählen, Dinge abzusprechen oder einfach nur so da sitzen.
Es klappt nicht immer und jetzt wird es wieder schwieriger, da die Theaterproben für die Freilichtbühne wiederbeginnen. Und ich muss sagen, dann vermisse ich das. Alleine schmeckt der meist einzige Kaffee des Tages zwar auch, aber diese kurze bewusste Zeit zu Zweit oder auch mit den Kindern, ist einfach so wertvoll.
Schon meine Eltern haben sich jeden Tag nachmittags zusammengesetzt, eine Tasse Kaffee getrunken, ein Stück Kuchen oder Plätzchen gegessen, dabei uns Kindern zugehört oder auch einfach zu zweit vermutlich die Zeit genossen, bevor dann das Abendprogramm weiterging.
Eine Tradition, die ich sehr gerne übernommen habe.


4. Welche*s Geräusch*e magst du?
Ruhe und tiefe Bassstimmen.
Ruhe und Stille sind sehr kostbare Güter in unserer schnelllebigen Gesellschaft und deshalb genieße ich sie um so mehr. Früher war das ganz anders. Eigentlich lief immer das Radio, der CD-Player oder ich summte vor mich hin, beim Lernen, beim Putzen, beim Arbeiten. Musik war etwas und ist auch immer noch etwas sehr wichtiges. Doch heute liebe ich es, wenn es einfach mal still und ruhig ist. Morgens ganz früh für ein paar Minuten in den Garten stellen und die Ruhe genießen oder einen Spaziergang im Wald. Herrlich.
Und etwas was ich noch sehr gerne mag sind Männerstimmen, die einen tiefen sonoren Bass inne haben. Egal ob gesprochen oder gesungen, ich könnte einfach stundenlang zuhören.

5. Was hast du immer im Kühlschrank?
Milch. Eier. Joghurt. Käse. Butter. Verhungern würde hier niemand.