Fünf Fragen am Fünften

Fünf Fragen am Fünften

Fünf Fragen am Fünften by Luzia Pimpinella beantworte ich doch sehr gerne. Es geht um Tagesgeschehen, Informationskanäle, Verzicht und einem nutzlosen Talent. Gibt es das überhaupt, ein nutzloses Talent?

1. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

In der Regel schauen wir am Abend die Tagesschau, die Tagesthema oder das Heute Journal. Also ganz klassisch: Nachrichten der öffentlich rechtlichen Sender. Je nach dem wie es in die Abendplanung passt, denn gerade bei Nachrichten bin ich irgendwie kein Freund von zeitversetztem Fernsehen. Ansonsten Radio, am liebsten WDR2 oder EinsLive.

Die Tageszeitung kommt bei uns nicht ins Haus, da sie uns zu wenig Inhalt bietet und dafür zu teuer ist. Über Lokales informieren ganz gut Lokalgruppen auf Facebook oder der ein oder andere auf Twitter. Weltgeschehen finden wir wichtig und deshalb schauen unsere Kinder übrigens mit, gerne auch mal Logo, weil es so wahnsinnig gut erklärt ist.

2. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

Auf meine Familie und Schokolade.
Ja, ihr lest richtig. Schokolade, darauf könnte ich tatsächlich nicht verzichten. Ohne etwas Schokolade in der Hinterhand kann ich zum Monster werden und bin unausstehlich. Ich habe es schon einige Male versucht auf Süßkram und Schokolade zu verzichten, aber das ist einfach für mich, mein Nervenkostüm und das soziale Umfeld nicht machbar. Es eskaliert irgendwann.

Auf meine Familie und meinen Mann mag ich auch nicht mehr verzichten. Ohne sie würde ein Stück von mir fehlen. Das Herz würde aus dem Takt kommen. Ich mag mir das gar nicht vorstellen, auch wenn wir gerade im Hintergrund das ein oder andere Szenario gedanklich durchdenken. Ohne sie würde ein großer Teil von mir sehr sehr traurig sein.

3. Welches nutzlose Talent besitzt du?

Ich kann mit den Ohren wackeln und habe es gleich an meinen Sohn vererbt. Die große Tochter ist ziemlich neidisch auf uns, aber so richtig einsetzen können wir es nicht. Vor allem muss ich dafür mein Gesicht total entspannen und darf nicht anfangen zu lachen. Genau das ist aber das Problem, denn wenn alle drumherum lachen, muss ich einfach mit Lachen.

Ich habe es übrigens von meinem Opa geerbt. Wir waren als Kinder immer total fasziniert davon und lange Zeit habe ich gar nicht bemerkt, dass ich das auch kann. 

Ganz nutzlos ist es aber nicht. Immerhin kann ich die Menschen um mich herum damit zum Lachen bringen. Wenn ihr es mal sehen wollt, dann trefft mich doch einfach und fragt nach.

4. Sprichst du manchmal mit Gegenständen?

Nein, eher nicht. Auch nicht mit Blumen und sogar sehr selten mit mir selbst. Ich kann zwar quatschen wie ein Wasserfall, aber liebe dabei einfach die Interaktion. Wenn ich mit meinem Mann oder meinen Kinder rede, dann mag ich keine Monologe. So bald ich merke, dass nichts zurückkommt, werde ich still und schmolle. Zum Glück selten lange, denn ich die Gedanken wollen einfach hinaus (auch wenn das für so manche nicht immer einfach ist).

5. Welchen Akzent findest du charmant?

Sächsisch, aber damit bin ich hier ziemlich alleine. Um mich herum mögen alle das Sächsische eher nicht und favorisieren das Schwäbische oder das Bayrische. Damit kann ich so gar nichts anfangen. Wie gut, dass Geschmäcker unterschiedlich sind.

Die Fotos sind bei uns im Garten entstanden und zeigen die Natur an einem frühen kalten Novembermorgen.